Die Trainingsstätte veränderte sich in den letzten 60 Jahren immer wieder. In einem Hallenanbau wurde Mitte der 1970er Jahre aus dem Verein ein Trainingszentrum. Nach der Wende stand der Verein quasi vor dem Aus. Zusammen mit Olaf Arndt gelang es Jörg Brämer, die sportliche Tradition in Prenzlau zu retten. Jörg Brämer verantwortete den organisatorischen Bereich, Olaf Arndt war als Zweiter Vorsitzender für den sportlichen Teil zuständig.
Es gelingt unter Führung des Duos, die Leistungsstärke und die sportlichen Erfolge auf hohem Niveau zu halten. Als der Verein 2006 in die Sporthalle auf dem UDG-Gelände umziehen und seine Mattenfläche damit auf circa 200 Quadratmeter vergrößern konnte, war dies eine erhebliche Verbesserung der Trainingsbedingungen. Dort teilen sie sich mit den „Uckerdrachen“ zugleich ein Fitnessangebot.
Die Liste der sportlichen Erfolge allein aus den zurückliegenden zehn Jahren ist beeindruckend. Johann Voigt wurde Norddeutscher Meister, Stefan Schellhaase errang den zweiten Platz bei der Deutschen Einzelmeisterschaft, Tony Nguyen und Anton Kersten brachten Landesmeistertitel mit nach Hause. Zugleich ist der Verein auf Veranstaltungen wie dem Stadtfest, der Grünen- oder der Vereinsmeile präsent, beteiligt sich am Agenda-Diplom, veranstaltet Trainingstage und Trainingslager…
Die Einschränkungen in der Corona-Hochzeit trafen den Verein schwer. „Wir waren die ersten, die das Training einstellen mussten und die letzten, die wieder zurück auf die Matte durften“, blickt Jörg Brämer auf eine schwierige Zeit zurück. Doch inzwischen steigt die Mitgliederzahl wieder spürbar: Von den 89 Mitgliedern sind 71 aktiv, darunter 21 Mädchen und Frauen sowie 50 Jungen und Männer in unterschiedlichen Altersklassen. Als zweiter Vorsitzender steht ihm heute Sigmar Klamann zur Seite, neben Christian Stiel und Enrico Hiller verstärkt seit Kurzem Jessie Woitas das Team der Übungsleiter.
Der Vorstand wurde gemeinsam mit Juliane Gleboczyk geehrt; v.l. n.r. Enrico Hiller, Sandra Janz, Juliane Gleboczyk, Jörg Brämer, Sigmar Klamann, Christian Stiel.
Für sein überdurchschnittliches Engagement und seine Verdienste um den Judosport, dem er seit 1969 verbunden ist, wurde auf der Jubiläumsfeier Olaf Arndt mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. „Über 40 Jahre war er Trainer im Kinder- und Jugendbereich. In Spitzenzeiten stand er viermal in der Woche auf der Matte und fuhr an Wochenenden zu unzähligen Wettkämpfen“, erinnert Jörg Brämer in der Laudatio und bedauert, dass er selbst nicht die Auszeichnung entgegennehmen kann.
Seine „Schützlinge“ haben hervorragende Platzierungen im Land Brandenburg, bei Nordostdeutschen und Deutschen Meisterschaften erreicht, ganz besonders herausragend dabei Marlen Hein. Heute trainiert Olaf Arndt zweimal in der Woche den Fitnessbereich der Sportler.
Der neue 1. Beigeordnete der Stadt Prenzlau Marek Wöller-Beetz war gerade eine Woche im Amt und überreichte eine Spende von 200 € für den Verein.
Auch der Vereinsvorsitzende Jörg Brämer selbst erhielt eine hohe Ehrung. BJV-Präsident Gregor Weiß zeichnete ihn gemeinsam mit dem Referenten für Ehrungen, Holger Lehmann, für sein jahrzehntelanges sehr hohes Engagement im Judo mit der Ehrenmedaille des BJV in Gold aus. „Für mich ist diese Ehrung eine Ehrung des Vereins, des Vorstandes. Es ist immer eine Leistung im Team“, freut er sich über die Wertschätzung durch den Landesverband.
Darüber hinaus nimmt Jörg Brämer für den Prenzlauer Judo-Sportverein Glückwünsche von Frank Fleske, Vorsitzender des Kreissportbundes Uckermark, entgegen.
Teile des Textes sowie das erste und das letzte Foto mit freundlicher Genehmigung: Heiko Schulze, Uckermarkkurier
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