Der Weg zur Dan-Prüfung am 18. Dezember war für die beiden Judoka geprägt von Disziplin, Durchhaltevermögen und einer intensiven zweijährigen Vorbereitungszeit, die beiden Prüflingen sowohl körperlich als auch mental alles abverlangte.
Über zwei Jahre hinweg arbeiteten Nils Marten und André Rometsch kontinuierlich an der Verfeinerung ihrer Techniken, an Präzision, Ausdruck und Verständnis der zugrunde liegenden Prinzipien. Dabei standen nicht nur Kraft und Schnelligkeit im Vordergrund, sondern vor allem saubere Ausführung, Kontrolle und innere Haltung.
Rückschläge, anstrengende Trainingseinheiten und die stetige Selbstreflexion gehörten ebenso zu diesem Prozess wie Fortschritte und persönliche Erfolge.
Nils Marten fand durch seine Tochter, die Liebe zum Judo-Sport. Mit seinen 62 Jahren ist er nicht gerade mehr ein Jungspund, trotzdem zeichnete er sich während dieser Zeit besonders durch seine konsequente Arbeitsweise und seinen hohen Anspruch an sich selbst aus.
Natürlich möchte auch er erwirken, dass seine Tochter stolz auf ihn ist. Weshalb die Vorbereitungsphase dementsprechend auch schwierig für ihn war, da er sich selber etwas zu viel Druck gemacht hat.
Dennoch konnte er sein technisches Repertoire vertiefen. Seine größte Stärke ist die Ruhe. Diese Stärke konnte man auch in der Vorbereitung beobachten. Diese Eigenschaft spiegelte sich auch in seiner Herangehensweise an die Prüfung wider. Jedoch wissen wir alle, dass bei einer Prüfung jedem das Herz in die Hose rutscht.
André Rometsch ist ein Ludwigsfelder Urgestein, der bereits seit 1988 beim Judo dabei ist. Früher ging er als Sportler für Motor Ludwigsfelde an den Start. In seiner Brust schlug schon immer ein Kämpferherz. Eigenschaften wie Ausdauer, Zielstrebigkeit und einen klaren Fokus brachte André in die Vorbereitung mit ein.
Er stellte sich den hohen Anforderungen der Dan-Prüfung mit großer Entschlossenheit und war bekannt dafür, auch in anspruchsvollen Phasen nicht nachzulassen. Sein Weg war geprägt von stetiger Weiterentwicklung und der Bereitschaft, an Schwächen zu arbeiten, um als Kampfsportler und Persönlichkeit zu wachsen. Weiterhin kann er nun seinen braunen Gürtel, den er seit dem Jahre 1994 trägt, endlich an den Nagel hängen.
Die Dan-Prüfung am 18.12.2025 markierte für beide nicht nur das Ende einer intensiven Vorbereitungszeit, sondern auch den Beginn eines neuen Abschnitts, der sinnbildlich für den Übergang vom reinen Anwenden erlernter Techniken hin zu einem tieferen Verständnis des Kampfsports und der damit verbundenen Verantwortung steht.
Mit ihrer Leistung haben Nils Marten und André Rometsch eindrucksvoll gezeigt, dass eine Dan-Graduierung vor allem das Ergebnis von Geduld, kontinuierlicher Arbeit und innerer Haltung ist. Die vergangenen zwei Jahre waren ein Weg voller Herausforderungen – und genau dieser Weg machte den Erfolg an diesem besonderen Tag möglich.


