Wer mit Marco Beischmidt zu tun hat, spürt sofort, wie er für den Judosport brennt. Seit dem 4. Mai 1971 betreibt er die Sportart mit Leib und Seele. Sein erster Trainer Peter Pawelz brachte ihm beim Judo Karate Klub Nippon in Berlin das ABC des Judo-Sports bei.
Was anfänglich nur für die körperliche Fitness sein sollte, entwickelte sich schnell als Leidenschaft. Marco Beischmidt trainierte gern und viel, so dass auch die sportlichen Erfolge nicht lange auf sich warten ließen. In seiner Sammlung sind viele Berliner- und Norddeutsche Meistertitel, zwei internationale erste Plätze bei European Cups. Einer davon war 1993 in Hannover als Internationaler Deutscher Meister.
Zehn Jahre lang kämpfte er in der Bundesliga und das Besondere daran war: er verlor keinen einzigen Kampf.
Schon während seiner aktiven Zeit als Wettkampfsportler gab er seine ganzen Erfahrungen als Trainer weiter. Seit bereits 45 Jahren trainiert er viele Judoka so erfolgreich, dass auch sie Medaillen auf nationaler und internationaler Ebene sammeln. Er besitzt die Lizenz als Trainer B Leistungssport, die er 1997 in Köln erworben hat. Darüber hinaus ist er Graduierungsberechtigter und war viele Jahre auch als Kampfrichter tätig.
Gemeinsam mit seinen Kollegen in der Prüfungskommission für eine Dan-Prüfung in Babelsberg – Marco Beischmidt in der Mitte.
Erst gesundheitliche Rückschläge veranlassten den leidenschaftlichen Kämpfer, sich auch stärker in der Judo-Theorie weiterzuentwickeln. So führte er zwölf Jahre lang in Berlin die zentralen Braungurtprüfungen durch. Für sein Engagement und die umfangreiche ehrenamtliche Arbeit dankte ihm der Judo-Verband Berlin im Mai 2012 mit der Auszeichnung mit dem 5. Dan. Über diese Ehre hat er sich zwar sehr gefreut, aber er wollte gern auch den 5. Dan als Prüfung ablegen. Und so stellte er sich noch 2012 der Prüfung. In der Prüfungskommission saß übrigens wie schon zum 3. und 4. Dan sein erster Trainer Peter Pawelz.
Nach seinem Umzug ins brandenburgische Großbeeren begann er im April 2004 noch einmal ganz von vorn und gründete den Verein JC Großbeeren. Darüber hinaus übernahm er in Brandenburg durch sein vielfältiges Wissen und seine Kompetenz die Aufgabe als Graduierungsverantwortlicher der Kreisunion 3.
In seinem Heimatort Großbeeren ist er und seine ganze Familie für das Engagement in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hoch anerkannt. Dafür erhielt er und seine Frau Martina immer wieder Ehrungen als Anerkennung der Arbeit.
Für sein besonderes Engagement und sein Wissen und Können wurde ihm im Dezember 2020 der 6. Dan durch den damaligen DJB-Präsidenten Daniel Keller überreicht. Es war eine Auszeichnung, von der dieser außergewöhnliche Judoka nicht einmal geträumt hätte.
Mit seiner kompetenten, motivierenden, ehrgeizigen und ehrlichen Art hat er nicht nur sehr viele eigene Erfolge erreicht, sondern auch viele seiner Sportler zu Höchstleistungen mit tollen Erfolgen gebracht.
Der Brandenburgische Judo-Verband, der Judo Club Großbeeren und die ganze Familie sind sehr stolz, einen solchen engagierten Judoka in Großbeeren auf der Matte zu haben.
Alles Gute zu diesem besonderen Jubiläum.




