Das deutsche Team war in Skopje insgesamt äußerst erfolgreich. In diesem letzten Wettkampf vor der EM in vier Wochen gewannen die deutschen Judoka sechst Goldmedaillen, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen. Dazu gab es noch drei fünfte Plätze sowie zwei siebte Plätze. Das deutsche Team führt damit das Nationenranking mit großem Abstand an.
Auf dem Bild sind die Medaillengewinner des ersten Wettkampftages mit Mia Manukyan und Peppa Plöhnert – dritte und zweite von rechts.
Mia Manukyan gewinnt ihr erstes European Cup-Gold.
Nach einem Freilos gewinnt sie gegen die Norwegerin Johannessen nach Yuko-Rückstand in den letzten Sekunden mit Ippon und steht bereits im Halbfinale. Gegen Johanna Klinger aus Bosnien und Herzegowina macht sie kurzen Prozess und nach reichlich einer Minute steht sie im Finale.
Dort wartet ihre Teammate Zyna Schreiber. Im Finale ist es sehr ausgeglichen zwischen den seren beiden Athletinnen. In der letzten halben Minute gelingt jedoch Mia Manukyan eine Yuko-Wertung, die sie dann noch sehr erfolgreich verteidigt und damit gewinnt. „Ich war etwas aufgeregt, dass ich im Finale gegen Zyna kämpfen musste, aber es war am Ende toll heute, ein super Gefühl! Zur EM will ich dann genauso Kampf für Kampf gewinnen und möglichst um eine Medaille kämpfen“, sagt Mia Manukyan glücklich über den Gewinn der Goldmedaille.
Auch Peppa Plöhnert, die in Potsdam trainiert, kehrt mit einer Medaille heim. Sie hatte im Schwergewicht zwei Poolkämpfe, die sie beide mit Ippon gewinnt. Im Finale gegen die Rumänin Roxana Visa führt sie schnell mit Yuko, den sie jedoch nicht verteidigen kann. Die Rumänin erkämpft selbst ebenfalls eine Yuko-Wertung und in der letzten Sekunde punktet sie noch einmal. Damit wird Peppa Plöhnert Zweite und gewinnt Silber. „Die ersten beiden Kämpfe waren gut, aber im Finale wollte ich zu viel. Dennoch war es eine gute Vorbereitung für die EM.“
Charlotte Nettesheim wird in der Klasse bis 52 kg Siebte. Sie gewinnt zunächst gegen eine Belgierin und verliert dann gegen eine Weißrussin mit Yuko. In der Trostrunde gewinnt sie gegen eine Serbin nach weniger als zwei Minuten mit einer Haltetechnik. Im nächsten Kampf steht sie ihrer Teamkameradin Nina Güth gegenüber und verliert mit einer Yuko-Wertung. Damit wird sie Siebte des Europa-Cups.
Betreut wurden unsere Athletinnen durch den Bundestützpunkttrainer Luciano Correa. Insgesamt ist das Trainerteam sehr gut aufeinander abgestimmt und die beiden Bundestrainer Udo Quellmalz und Melek Melke arbeiten sehr eng mit den Landes- und Bundestützpunkttrainern zusammen. In Skopje war Donat Müller, Frank Urban und Luciano Correa dabei. Frank Urban sieht dieses Turnier als gute Vorbereitung für die EM an. „Die Jungs und Mädels haben ihre Leistungen abrufen können und haben gute Kämpfe gezeigt.“ Nun wird es in den nächsten Wochen noch Feinschliff geben. „Ich denke, wir können mit einem guten Gefühl zur EM fahren.“
Bundestrainer Udo Quellmalz ist ebenso begeistert von dem Auftreten seiner Schützlinge. „Das war wirklich gut hier. Gewinnen macht eben auch mehr Spaß als Verlieren.“ Neben den Jungs und Mädels, die sich als ein tolles Team präsentieren, ist auch das Trainerteam ein sehr starkes Team geworden. „Wir unterstützen und vertrauen uns gegenseitig. Darauf können wir aufbauen und ich hoffe, dass wir mit dieser positiven Energie zur EM fahren und dort auch gute Ergebnisse erzielen.“
Er gibt ein großes Dankeschön an alle Trainer, die Erfolge wie diese vom Wochenende vorbereiten.
Perfekt unterstützt wurde das Team auch von den Kampfrichtern, die vor Ort waren. Carolin Opitz, Klaus Pfaffl und Alexander Berger standen als Referees auf der Matte.


