Am letzten Mai- und ersten Juni-Wochenende wurden insgesamt 16 Judoka des BJV zum Graduierungsberechtigten ausgebildet.
Der Lehrgang war diesmal bewusst ohne Übernachtung auf zwei Wochenenden im Dojo des Jänschwalder Judoclubs gelegt.
Am 30. Mai fand die Ausbildung statt. Durch diesen Lehrgang führten Mirko Wockatz und Daniel Klenner. Die Teilnehmer haben sich im Vorfeld mit den Materialien vertraut gemacht, haben sich vorbereitet und es gab den deutlichen Hinweis, dass man bei dieser Ausbildung nicht am Basiswissen kratzt.
So arbeiteten die Teilnehmer in der Ausbildung an einzelnen Schwerpunkten sehr intensiv. Dem Judo und der Sache angemessen agierten sie dabei viel auf der Matte. Viele und gute Fragen ermöglichten einen intensiven Austausch. Mit Doreen Prestel nutzte eine aktive Prüferin den Lehrgang, um Ihre Lizenz zu verlängern. Das bereicherte die Ausbildung sehr mit Praxiswissen und guten Erfahrungswerten.
Viele theoretische Sachverhalte besprachen die Referenten und Teilnehmer gleich auf der Matte, sodass es eine abwechslungsreiche Mischung zwischen Austausch und praktischem Üben war.
Das komplette Kyu-Programm stand an Beispielen der Umsetzung auf der Tagesordnung. Bei der Wahlaufgabe 1. Kyu demonstrierte die ehemalige Sportschülerin und Lehrgangsteilnehmerin Lara Ackermann ihre Variante der IKKZ in einer sehr ansprechenden Form.
Nach einem intensiven Lehrgangstag gab es bei Kaffee und Kuchen zur Nachbereitung noch viele Gespräche und letzte Fragen konnten geklärt werden, bevor jeder die Heimreise antrat.
Eine Woche später war es dann soweit. Die angehenden Graduierungsberechtigten befanden sich nun in der gleichen Situation, in der später auch ihre Schützlinge sein werden. Direkt früh ging es los mit dem schriftlichen Test. Für beide Teile des Tests hatten die Teilnehmer 90 Minuten Zeit. Und die wurden zum Teil auch ausgeschöpft. Die Köpfe rauchten und manche Teilnehmer brachten gefühlt ihr ganzes Judowissen zu Papier. Das brachte natürlich auch einen Zeitaufwand bei der Kontrolle mit sich.
Danach ging es in die Praxisprüfung. Jeder zog eine Aufgabe, bereitete sich vor und sollte dann praktisch demonstrieren.
Im zweiten Teil der Praxis sollte jeder in die Rolle des Graduierungsberechtigten schlüpfen und die Demonstrationen der anderen entsprechend bewerten. Die Auswertung der verschiedenen Praxisaufgaben erfolgte sofort nach der Demonstration am Tisch.
Am Ende trafen sich alle wieder bei Kaffee und Kuchen zur gesamten Auswertung.
In den Praxistests gab es viele erfreuliche Ergebnisse. In der Therie offenbarten sich jedoch bei einigen noch Reserven.
Aber Referent Daniel Klenner nahm bereits zu Beginn der Auswertung den Druck etwas heraus und informierte, dass alle ihre neue Lizenz bestanden haben.
Auf die Defizite ist er eingegangen und griff die Fragen die viele nicht vollständig beantwortet hatten, noch einmal auf.
Hier kam dann von einigen die Selbsterkenntnis, dass man bei den ersten Einsätzen als Prüfer sich auch nochmal selbst überprüft und entsprechend verantwortungsvoll an die Aufgabe heran gehen muss.
Abschließend erhielten alle die Prüferstempel und die dazugehörigen Nummern. „Man hörte bei einigen richtig die Steine vom Herzen fallen“, sagte Daniel Klenner.
„Herzlichen Glückwunsch allen angetretenen Kandidaten zu ihrer neuen Lizenz und viel Erfolg bei der Arbeit und immer ein gutes, verantwortungsvolles Händchen beim Umgang mit dieser wichtigen Aufgabe“, gibt er allen mit auf den Weg.
Glückwunsch an:
- Marko Stendel, Marcel Boldt, Clemens Pfütz – JC Eberswalde
- Lara Ackermann – PSV Frankfurt (Oder)
- Florian Stein – Motor Babelsberg
- Lucian Roschek, Paul Gregor Nitsch – Kuzushi Lübben
- Robert Keil – SG RW Neuenhagen
- Jan Peter Müller – SV Do Keiko Bad Freienwalde
- Jens Schellmann – JV Blankenfelde Mahlow
- Carl Radowsky – UJKC Potsdam
- Alex Dehn, Henry Glock – Jüterbog
Drei weitere Teilnehmer an der Ausbildung werden ihre Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, da sie am Prüfungswochenende nicht teilnehmen konnten.
„Persönlich möchte ich mich bei meinem Team bedanken. Bei Mirko Wockatz, der sowohl in der Ausbildung als auch am Prüfungstag als Teamplayer mitwirkte. Bei Martin Reißmann, der in der Vorbereitung und am Prüfungstag intensiv dabei war. Dank auch an Michael Zapf und Andrea Harnoth, die ebenfalls bei der Prüfung mithalfen.
Und zu guter Letzt bei der guten Fee Conny Radowsky, die jeweils den Kuchen beisteuerte und jede Aufgabe abnahm, die bei der Organisation vor Ort anfiel. Und natürlich beim Judoclub Jänschwalde für die sehr gute Vorbereitung der Räumlichkeiten und auch die sehr niveauvolle und ansprechende Ausgestaltung des Lehrgangs in jeglicher Form, mit allem was zu einer anspruchsvollen Erwachsenen-Bildung dazu gehört“, gibt BJV-Graduierungsreferent Daniel Klenner sein Dankeschön an alle weiter.







