Gerald Haack ist 60 Jahre Judoka

Am 6. Juni 1966 wurde Gerald Haack offziell im DJV der DDR aufgenommen.

Gerald Haack begann im Alter von neun Jahren mit Judo. Damals wohnte er in Dresden. Er begann bei der BSG Pentacon Dresden bei Peter Kiefer seine ersten Schritte im Judo. Am 06.06.1966 hat er ganz offiziell mit einem regelrecht feierlichen Akt sein Startbuch bekommen. Das war vor genau 60 Jahren.

Seitdem ist er sehr eng mit unserer Sportart verbunden.

Zu seinem ersten Trainer Peter Kiefer, der für ihn wie ein väterlicher Freund war, hat er noch heute Kontakt. Er hat ihm einst einen besonderen Spruch mit auf den Weg gegeben, der für Gerald Haack immer bedeutsam war in seiner eigenen Trainertätigkeit. „Wenn Du zehn Bemerkungen machst als Trainer, sollte es neun Mal heißen: Das hast Du gut gemacht. Und eine Bemerkung kann lauten: Das hast Du gut gemacht, aber Du kannst das noch besser.“

 

Sein zweiter Trainer Kalus Ernst war ein sehr ehrgeiziger Trainer und hat in Gerald Haack den Ehrgeiz geweckt. Und so wurde er 1975 in die Sportmannschaft Judo des ASK Frankfurt (Oder) delegiert. Er selbst erreichte nationale Meriten und gewann Bronze bei der DDR-Meisterschaft 1977. „Es war gar nicht so einfach, ich hatte zum Beispiel Dietmar Lorenz in meiner Gewichtsklasse“, sagt er. Beim ASK hatte er den dritten, in sehr prägenden Trainer: Hubert Sturm. Ihm verdankt er viel inhaltlichen Input in der Methodik der Trainingsgestaltung und wie man freudbetontes Training machen kann.

 

Bereits 1978 mit 22 Jahren hat er aufgehört mit dem aktiven Leistungssport und wurde sofort Übungsleiter beim WGK Frankfurt (Oder), ab 1980 dann hauptamtlicher TZ-Trainer. Zu dem Zeitpunkt hatte er die höchste Trainerlizenz in der DDR. 1992 machte er den Trainer A Leistungssport Judo in Köln.

Als Trainer beim nach der Wende gegründeten JC 90 hatte er so manchen Athleten auf dem Weg zum internationalen Parkett begleitet. So hatte er Mitte der 80-ger Jahre Marko Spittka in seiner Trainingsgruppe, aber auch Steven Hendel, später Christian Lehmann. Nach der Wende hat unter anderem Romy Tarangul beim ihm Judo gelernt. „Romy war ein so fleißiges Mädel und vom Ehrgeiz her phänomenal“, schwärmt er noch heute von der WM-Dritten 2009. Auch Ole Buth, der im Juniorenbereich EM- und WM-Platzierungen erreichte, war in einer seiner Trainingsgruppen.

1993 begann Gerald Haack beim Bundesgrenzschutz und war nun nur noch ehrenamtlich im Judo unterwegs. Er trainierte die Judo-Anfänger und Fortgeschrittenen von der U7 bis zur U13.

Mit seinem Renteneintritt 2024 wollte er auch im Judo kürzertreten und wurde in seinem Verein PSV Frankfurt (Oder) feierlich verabschiedet. Als aber im Verein Not am Mann war und sein bester Freund Max Mierow ihn um Unterstützung gebeten hat, war sofort wieder dabei. „Mit Maxe verbindet mich schon immer eine sehr gute Zusammenarbeit, wir können über alles reden, haben die gleiche Philosophie und sind auf einer Wellenlänge. Es ist toll, mit jemanden so eng zusammenzuarbeiten, der die gleiche Einstellung trägt. Das ist auch der Grund, warum ich so lange durchgehalten habe“

Mittlerweile ist seine Trainingsgruppe auf 30 Kinder angewachsen. „Es macht mir noch immer so viel Spaß.“

Rückblickend ist Gerald Haack noch heute dankbar, dass ihn einst sein Vater zum Judo gebracht hat. „Er war sehr energisch und hat aufgepasst, dass ich auch immer zum Training gehe.“

Mit dem heutigen Tag jährt sich der offizielle Tag der Aufnahme in den DJV der DDR. Sechzig Jahre hat Gerald Haack sich zum Teil beruflich und in der meisten Zeit ehrenamtlich eingebracht.  Dafür gebührt ihm ein herzliches Dankeschön.

Achtung

Termine:
* Derzeit kommen einige Terminabsagen von Turnieren. Bitte immer aktuell im Terminplan informieren!

Ehrungen:
Nächster Termin für Anträge auf Auszeichnung ist der 31.07.2026 für die nächste Sitzung des Ehrenrates am 27.08.2026

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