Starke Beteiligung aus vier Bundesländern
Am 14. und 15. Februar 2026 wurde Strausberg zum Zentrum des Kampfrichterwesens im Nordosten. Der diesjährige Landeskampfrichterlehrgang Brandenburg fand in enger Zusammenarbeit mit dem Berliner Judo-Verband statt und wurde gleichzeitig als Kampfrichtergruppenlehrgang Nordost durchgeführt.
Insgesamt nahmen 108 Landes- und Bundeskampfrichter teil:
- 56 aus Brandenburg
- 45 aus Berlin
- 6 aus Mecklenburg-Vorpommern
- einer aus Württemberg
Diese beeindruckende Beteiligung unterstreicht die hohe Bedeutung des Lehrgangs für die Qualitätssicherung im Wettkampfbetrieb. Brandenburg war in diesem Jahr Ausrichter und sorgte gemeinsam mit Berlin für eine professionelle und reibungslose Organisation.
Lehrgangsleitung und Referententeam
Die Gesamtleitung lag in den Händen von Maik Sinkwitz, der strukturiert und zielorientiert durch das Wochenende führte. Als Referenten wirkten mit:
René Ressler · Thomas Jüttner · Daniel Wernicke · Lucas Herrmann · Christian Kaiser · Karin Schuncke · Carolin Opitz · Daniel Kleinen
Ein besonderer Programmpunkt war der Vortrag der Beauftragten für interpersonale Gewalt des BJV zum Thema: „Kinderschutz im Kampfrichterwesen“
Der Beitrag sensibilisierte für Verantwortung, Prävention und Handlungssicherheit im Umgang mit Kindern und Jugendlichen im Wettkampfumfeld.
Aktuelle Regelinterpretationen im Fokus
Im fachlichen Teil standen folgende Schwerpunkte im Mittelpunkt:
- Neuerungen im Regelwerk und Jugendregeln
- Einheitliche Bewertungsmaßstäbe
- Videoanalyse komplexer Kampfsituationen in vier Arbeitsgruppen
- Sitzung der beteiligten Landesverbände
Die intensive Gruppenarbeit ermöglichte einen differenzierten Austausch über Grenzsituationen und förderte eine abgestimmte Auslegung innerhalb der Kampfrichtergruppe Nordost.
Praxisarbeit auf der Matte
Die Praxiseinheit am Samstag wurde von Potsdams Lehrertrainer Robert Strohschein geleitet.
Im Mittelpunkt standen Techniken, deren Bewertung insbesondere in der Entwicklungsphase unterschiedlich interpretiert werden kann. Durch praxisnahe Demonstrationen und aktuelle Auslegungen wurde das gemeinsame Verständnis weiter geschärft.
Am Sonntag folgte ein Stationsbetrieb mit klar definierten Themenschwerpunkten:
- Care-System
- Positionierung auf der Matte
- Begrüßungszeremonie
- Umgang mit dem Sokuteki
Hier wurden Abläufe optimiert, Details präzisiert und die Professionalität im Auftreten weiterentwickelt.
Austausch und Gemeinschaft
Neben der intensiven fachlichen Arbeit kam auch der kollegiale Austausch nicht zu kurz. Am Samstagabend wurden sportliche Aktivitäten wie Volleyball, Training im Kraftraum sowie gemeinsames Judotraining angeboten.
Der traditionelle Kampfrichterabend mit Gemeinschaftsbuffet, Grill und kulturellen Beiträgen bot den passenden Rahmen für Gespräche, Erfahrungsaustausch und die Pflege der gewachsenen Gemeinschaft.
Der Landeskampfrichterlehrgang 2026 in Strausberg war eine fachlich anspruchsvolle, gut vorbereitete und von starkem Gemeinschaftsgeist geprägte Veranstaltung.
Die Kombination aus Regelarbeit, Praxis, Austausch und gemeinschaftlichem Miteinander stärkt nachhaltig die Qualität und Einheitlichkeit des Kampfrichterwesens im Kampfrichterteam Nordost.
Ein herzlicher Dank gilt der Lehrgangsleitung, dem Referententeam sowie allen Organisatoren für dieses gelungene Wochenende.
Falk Scherf – Pressereferent Berlin



