Die Trauerhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt und viele der Gäste haben gestanden. Familie, Verein und viele Judoka aus dem ganzen Land und darüber hinaus erwiesen Wolfgang Zuckschwerdt die letzte Ehre.
Unter den Gästen waren seine früheren Wegbegleiter, wie zum Beispiel Detlef Ultsch, aber auch Freundinnen von Sandra und Wolfgang, wie Annett Böhm, Katja Gerber und Sophie Littkopf aus Leipzig.
Reinhard Arndt und Holger Lehmann vertraten den Brandenburgischen Judo-Verband, Birgit Arendt den Deutschen Judo-Bund. Viele Vereinsvertreter aus dem Land Brandenburg, die lange Jahre eine enge Zusammenarbeit mit Wolfgang Zuckschwerdt hatten, kondolierten und ehrten ihn.
In der Trauerzeremonie begann zunächst Wolfgangs jüngste Schwester mit vielen Geschichten aus der Kinder- und Jugendzeit und wie ihr Bruder zum Judo gekommen ist. Den Hauptteil bestritt Sandra Köppen-Zuckschwerdt selbst. Sie bat im Vorfeld um Geschichten von seinen Wegbegleitern und schrieb damit einen Brief an ihren verstorbenen Mann. Höchst emotional, sehr würdigend und vor allem stark und souverän verlas Sandra diesen Brief. Es war interessant, kurzweilig und in der umwerfend natürlichen Art von ihr vorgetragen. Wie schwer dieser Teil für sie war, ließ sich erst danach erahnen.
Ein weiteres Highlight war der Song „Ave Maria“, live gesungen von Sophia Littkopf, der Tochter von Sandras früheren Bundestrainer Norbert Littkopf. Es war der Hochzeitssong von Sandra und Wolfgang und daher besonders emotional.
Am Grab wurde die Urne mit „Time to say good-bye“, gespielt mit Saxophon, begleitet. Die Gäste standen in einer langen Schlange und verabschiedeten sich in Ruhe und Stille von Wolfgang Zuckschwerdt.
Im Anschluss trafen sich die Gäste noch in der Sporthalle Im Neuendorfer Sand. Dort gab es so manches Wiedersehen von Sportfreunden und Bekannten. Auch ließen alle Gäste weiße und rote Luftballons in den Himmel steigen. „Danke an Euch alle, die sich so sehr für die Vorbereitung des Nachmittags engagiert haben und an alle, die mir heute Kraft gegeben haben“, sagte eine sichtlich gerührte Sandra Köppen-Zuckschwerdt in die Runde.





