Erik Abramov gewinnt Bronze in Zagreb

Beim Grand Prix in Zagreb gewinnt Erik Abramov nach einem großartigen Wettkampf Bronze. Auch Vize-Olympiasieger Eduard Trippel gewinnt Bronze und Miriam Butkereit Silber.

Wenn man die Kampfzeiten von Erik Abramov sieht, möchte man meinen, dass er kaum duschen musste. Nach knapp einer Minute besiegte er den Ungarn Richard Sipocz, gegen den er in Tiblissi auch im ersten Kampf noch verloren hatte. Der 21-Jährige hat bereits vielfache Europameistertitel im Nachwuchsbereich gesammelt und versucht nun, erfolgreich im Männerbereich Fuß zu fassen. Gegen Azamat Chotchaev, der mittlerweile für Bahrein kämpft und aus der russischen Schule kommt, brauchte Erik Abramov auch nur reichlich eine Minute bis Ippon. Ein besonderer Sieg ist sicher der gegen Rafael Silva aus Brasilien. Gegen den früheren Vize-Weltmeister und zweimaligen Olympia-Dritten brauchte er gerade mal 38 Sekunden bis zum Sieg. Im Halbfinale gegen den Mongolen Tsetsentsengel Odkhun verlor er dann jedoch kurz vor Kampfende mit dem zweiten Waza-ari. „Der Mongole wäre heute machbar gewesen, Erik hat heute gute Leute geschlagen“, sagt Bundestrainer Pedro Guedes zufrieden. Erik Abramov ging in den Kampf um Bronze. Dort wartete Martti Puumalainen aus Finnland auf ihn, der zwei Kämpfe vorher den jeweils zweifachen Weltmeister und Olympiasieger Lukas Krpalek geschlagen hatte und Fünfter eine Woche vorher in Budapest war. Erik Abramov machte jedoch kurzen Prozess und gewann bereits nach 55 Sekunden mit dem zweiten Waza-ari und damit Bronze. „Mir geht’s super. Nach den letzten Wettkämpfen, die nicht so gut liefen, war es eine große Erleichterung für mich, die erste Grand Prix-Medaille zu gewinnen“, sagte der Modellathlet. Vor über einem Jahr gewann er die erste Grand-Slam-Medaille und quälte sich danach zwei Mal mit Corona, einer Verletzung mit Operation und Wiederaufbau. Seine Abtaucher und Opferwürfe sind Spezialtechniken, die er schon früher richtig gerne gemacht hatte. „Nach der OP war es dann etwas schwierig mit diesen Techniken, aber ich bin heute voll rein und es hat sich gelohnt.“ Er wurde heute von seinem Bundestützpunkt- und Heimtrainer Luciano Correa betreut. „Die Zusammenarbeit läuft perfekt. Wenn Luciano dabei ist, muss es gut werden“, sagt er verschmitzt. Luciano Correa ist überglücklich mit „seiner“ ersten Medaille für das deutsche Team. „Erik hatte einen guten Wettkampf mit verschiedenen Techniken und Kombinationen. Er ist sehr explosiv und kämpft schnell und offensiv“, freut sich sein Trainer, der erst seit sechs Monaten in Potsdam arbeitet. Er fühlt sich sehr wohl und ist glücklich in Potsdam, vor allem in der Zusammenarbeit mit Mario Schendel. „Es ist ein sehr gutes Feeling, eine gute Atmosphäre und die Athleten werden sehr gut vorbereitet“, schwärmt er. Nach seinem ersten internationalen Erfolg mit dem deutschen Team freut sich der Brasilianer nun auf die weitere Zusammenarbeit mit Bundestrainer Pedro Guedes. „Es ist toll in diesem Team zu arbeiten und die Kommunikation ist sehr gut.“

Bundestrainer Pedro Guedes ist stolz auf seine beiden Medaillengewinner. „Sie waren sehr konsequent heute und haben mit Herzblut gekämpft.“ Ein ganz besonderes Dankeschön gibt er an sein Trainerteam am heutigen Tage. „Es ist eine Freude, mit so kompetenten Trainern zusammenzuarbeiten, die so viel Unterstützung geben.“

Luciano Correa mit seinem Schützling Erik Abramov – Foto: IJF-Alenezi Fawaz

Erik Abramov wirft im Kleinen Finale den Finnen Martti Puumalainen – Foto: IJF/Gabriela Sabau

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