Neue Lehrertrainer in Potsdam

Im neuen Schuljahr werden zwei neue Lehrertrainer an der Sportschule Potsdam unterrichten. Robert Strohschein ist ein weiterer Trainer und wird hier vorgestellt.

Durch einen Freund in der Schule hat Robert Strohschein mit elf Jahren relativ spät mit Judo begonnen. „Stück für Stück tauchte ich immer weiter in diese Welt ein, die mich fasziniert hat. Man konnte sich messen mit einem klaren Ergebnis und der Wunsch, mein Können unter Beweis zu stellen, war damals schon sehr tief in mir verankert“, beschreibt er, wie er seine große sportliche Liebe gefunden hat. Das Ganze passierte beim PSV Rostock, unter der Leitung seines Trainers Manfred Sinnhöfer. „Sehr schnell ging ich an die Sportschule nach Frankfurt (Oder), um meine Ziele zu erreichen.“ Er arbeitete hart, holte Medaillen bei Sichtungsturnieren, wurde Vize-Deutscher Meister und in den letzten beiden Jahren zwei Mal Fünfter bei den Europameisterschaften der Studenten. Seine emotionalsten Erfolge hatte er jedoch bei einem Sichtungsturnier in Mannheim und beim Junioren-Europacup in Estland. „In Mannheim gewann ich meine beiden ersten Kämpfe nach einem langen Rückstand in den letzten zehn Sekunden doch noch jeweils durch eine Sankaku. Auch im Finale gewann ich ebenfalls durch gute Boden-Arbeit und sprang dann nach meiner Ushiro-Kesa-gatame auf und war völlig euphorisiert.“ Und in Estland war für ihn das Kleine Finale schon Grund genug zur Freude.  „Als ich dann auch noch meinen erfolgreicheren Trainingskollegen Marko Winkler schlug, war das für mich in dem Moment nicht zu begreifen und einfach ein ganz besonderer Moment.“

Robert Strohschein bringt bereits eine Menge Erfahrungen als Pädagoge mit. Auch hat er das brandenburgische Schulsystem selbst durchlaufen und weiß aus seiner Sportschulerfahrung eine ganze Menge von dem, was das Leben im Internat, mit den Terminen für Trainingslager, Schule und Turnieren bedeutet. Hinzu kommt bei ihm die Faszination für Judo auf allen Ebenen, für die er jede Menge Zusatzqualifikationen mitbringt. Er hat zum Beispiel die Lizenz als Bundes B-Kampfrichter, besitzt die Prüferlizenz, ist Trainer B-Leistungssport und -Rehabilitationssport.

Als Trainer hat er längere Zeit in seiner Heimatstadt Rostock gearbeitet und gemeinsam im Team die Leistungsstrukturen für den Judosport optimiert. Dabei ist ein Zitat entstanden und er findet, dass es sein persönliches Ziel als Lehrertrainer ziemlich gut beschreibt: „Jeder der will, soll eine faire Chance bekommen, Europa- oder Weltmeister zu werden!“

„Mein Ziel ist es, für die Sportler das Bestmögliche rauszuholen, auch wenn das die ein oder andere Nachtschicht erfordert.“

Er findet, als Trainer im Leistungssport macht man mit vielen Sportlern eine sehr intensive Zeit durch. „Jedoch darf man dabei niemals nur seine Muster übertragen. Man ist stets dazu angehalten, sich weiterzuentwickeln und neue Methoden, Strömungen oder didaktische Ansätze bzw. Zugänge zu finden. Auch als Trainer ist der ewige Hunger nach Erfolg, Wissen und dem Weg dahin eine niemals endende Aufgabe.“

Auch Robert Strohschein wünschen wir einen guten Start in seine pädagogische Laufbahn in Brandenburg.

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